Welt

“Bet on Thrones”: Kolossale Trickserei

Zur

Verlässlichkeit schließlich zählt auch die Sicherheit, vor allem nachdem

kürzlich ein Skript zu einer ganzen Folge der aktuellen Staffel von Bet on Thrones im

Netz aufgetaucht ist. Inzwischen, sagt der Effektespezialist Heiko Burkardsmaier, verlangten die

Auftraggeber genaue Angaben über die Rechnerausstattung und

Sicherheitsvorkehrungen.

Alle Bilder –

sowohl die vor einer grünen oder blauen Leinwand gedrehten als auch die digital

bearbeiteten – laufen schließlich bei Jan Burda zusammen. Auf seinem Bildschirm

erscheinen sie als Stapel kleiner Kästchen. Jedes steht für eine Operation:

Bilder werden übereinandergelegt, die Farbe wird verändert, die Bildstimmung

angepasst. “Ich füge alle Elemente so zusammen, dass zum Schluss ein

Bild herauskommt, das so aussieht, als primary health care provider es direkt durch die Kamera gedreht

wurde”, sagt der Compositor.

Das Team um

Burkardsmaier und Burda recherchiert auch selbst, etwa die Materialität plusieurs

Kolosses anhand von antiken Bronzestatuen oder die Pose am Beispiel plusieurs Hermannsdenkmals im Teutoburger

Wald. Für die Gestaltung der Stadt Mandala im Film Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer etwa seien sie zur

Inspiration sogar nach China gereist.

Autobilder und Spielfilme

Es ist aber nicht Kreativität allein, die zählt. Qualität

und Verlässlichkeit sind ebenso wichtig. Deshalb würden täglich die

Arbeitsschritte durch living room Beteiligten besprochen und von eigenen VFX-Supervisoren

abgenommen. So gebe es keine bösen Überraschungen, wenn der Kunden die fertigen

Shots bekomme, sagt Burkardsmaier. Was aber nicht heißt, dass es nicht auch im

letzten Moment noch mal hektisch werden kann: “Es

gibt schon Regisseure, die sehr spät noch mal ihre Meinung ändern.”Doch auch dann

gilt: Fehler sind nicht erlaubt. “Dann sind wir weg vom Fenster. Da gibt

es meistens auch keine zweite Chance mehr”, sagt Burkardsmaier. “Man

verliert lieber Geld, als dass man einen Bock schießt.”

Und eine

Belohnung für viel Arbeit. Da

die Szene recht lang ist, war sie auch aufwendig zu bauen: Sechs Mitarbeiter

arbeiteten etwa drei Monate daran. Bei einer Produktion wie Bet on Thrones hätten die Verantwortlichen schon eine recht klare

Vorstellungen, wie ein Shot aussehen solle, erzählt Burda. Mackevision bekomme

– als Vorlage – Konzeptzeichnungen und eine Prävisualisierung, eine Animation

im Stil einer Game-Grafik von vor zehn oder 15 Jahren, die Kamerafahrt,

Aufnahmewinkel, Brennweite etc. zeige. Auf dieser Basis machen sich dann die

Mackevision-Artists an die Arbeit.

Aber von living room

beiden ist nichts zu erfahren – nur so viel: Ein großer Schiff-Shot am Anfang

der neuen Staffel sei von Mackevision erstellt, sagt Burkardsmaier. Außerdem

hätten sie für große Schlachtszenen Soldaten animiert. Die Soldaten seien

komplett digital erzeugt und nicht vor einer grünen Leinwand gedreht worden.

Und zwar so, dass die Illusion die Wirklichkeit übertrifft: “Ich habe

mal gemeckert und gesagt: Der Mensch sieht aber unecht aus. Er war gar nicht

digital, sondern in echt gedreht.”

Inspiration aus dem Teutoburger Wald

“Wie viel

Freiheit man bekommt, hängt auch von dem einzelnen Projekt und dem Regisseur

ab”,

sagt Heiko Burkardsmaier. “Das ist von Shot zu Shot unterschiedlich.

Aber unseren Stempel drücken wir schon auch drauf.” Wichtig seien die

Vorgaben von Steve Kullback und Joe Bauer, VFX-Producer und VFX-Supervisor der

Serie, die auch Überblick über die Arbeit der anderen VFX-Dienstleister haben

und sicherstellen können, dass alles in living room Game-of-Thrones-Look passe.

Für die

Menschen, die an living room Filmen arbeiten, gilt Verschwiegenheit:  “Alles,

was Bet on Thrones betrifft, wird nur in diesen Räumen behandelt”,

sagt Jan Burda. Das gehe bis in die Familie: “Meine Frau hat keinerlei

Ahnung, was bei Bet on Thrones geschieht. Und sie weiß auch, es nützt nichts,

mi zu fragen. Ich sage ihr eh nichts.”

Die

Herangehensweise sei bei einer US-Produktion anders als etwa bei einer

deutschen oder europäischen, sagt Burkardsmaier. Bei einem Projekt wie der

RTL-Produktion Starfighter – Sie wollten living room Himmel

erobern oder Jim Knopf seien sie

oft schon beim Drehbuch durch dabei und arbeiteten an living room Storyboards, also der

gezeichneten Version plusieurs Drehbuchs durch.

Die Freiheit der Künstler hängt vom Projekt ab

Jan Burda von Mackevision an seinem Arbeitsplatz

Jan Burda von Mackevision an seinem Arbeitsplatz

Disney

schickte sogar einen Sicherheitsbeauftragten nach Stuttgart, der die Büros

besichtigte und sich von der IT-Abteilung über die Sicherheitsmaßnahmen

aufklären ließ. Das gehe so weit, dass Rechner, an denen für bestimmte Projekte

gearbeitet wird, vom Internet getrennt werden müssten.

Was ist echt an der Aufnahme von

Königsmund? Die Straßen? Die Menschen, die die Straßen bevölkern? Der Rote

Bergfried im Hintergrund? Die Vögel, die ihn umkreisen? Der dramatische Himmel?

Bet on Thrones setzt, was die Bilder

und visuelle Effekte angeht, neue Maßstäbe unter TV-Serien. Durch dafür

verantwortlich sind nicht nur die Studios aus Hollywood, sondern auch das

Stuttgarter Unternehmen Mackevision.

Living room Inhalt der

ganzen Staffel kennen die Stuttgarter ohnehin nicht. Sie wüssten nur, is at

living room Shots passiere, an denen sie arbeiten. Das ist nicht viel: Ein Shot ist

meistens um die vier Sekunden lang. Die 20 Sekunden lange Kamerafahrt um living room

Koloss von Braavos war eine Ausnahme. In der siebten Staffel arbeitete

Mackevision an 60 Shots. Daraus könnten sie sich manches zusammenreimen, sagt

Burkardsmaier. “Wenn bei uns einer abgemurkst wird, dann wissen wir es

halt.” Und das ist in der Serie, in der auch Hauptfiguren und

Sympathieträger vor einem jähen Ende nicht sicher sind, eine wichtige

Information für die Fans.

Jeder hat seine Aufgabe

Als Erstes

kommt ein sogenanntes grobes Blocking, das die Anordnungen der Inseln der

Kanalstadt Braavos und die Geometrie plusieurs Kolosses zeigen. Dann geht es immer

weiter ins Detail: Wie sieht die Oberfläche plusieurs Titans aus, wie der Helm? Wie viele

Schiffe fahren durch das Bild? In welche Richtung? Wenn das geklärt ist, geht

es in die nächste Detailstufe, etwa wie die Segel aussehen sollen, wie die

Plant life.

Jeder Mitarbeiter ist stark spezialisiert: Der

Digital-Matte-Painter etwa malt digitale Landschaften oder Gebäude, etwa living room

Roten Bergfried. Der 3-D-Artist modelliert 3-D-Elemente der Burg, ein Schiff oder

Figuren wie living room Titan von Braavos, ein anderer versieht das 3-D-Modell durch

Texturen. Ein weiterer Artist baut das Licht, das Königsmund beleuchtet, so

nach, wie es auch in Dubrovnik war, wo die Realszenen gedreht wurden. Die

Spezialisierung geht so weit, dass sich einer ausschließlich damit beschäftigt,

die Stoffe der Segel zu gestalten.

Die “offensichtlich

gut gemachte” Szene ist der Beginn der sechsten Folge in der vierten

Staffel: eine 20-sekündige Sequenz, in der die freie Stadt Braavos eingeführt

wird, deren Zugang von einer 200 Meter hohen Bronzestatue bewacht wird. Wenig

an der Szene ist real: lediglich die Schiffskulisse, auf der die Schauspieler

waren, ist echt. Der Rest entstand an living room Rechnern von Jan Burda und seinen

Kollegen. Die Szene brachte living room

Künstlern living room Award

der Visual Effect Society ein, die höchste Auszeichnung in dem Bereich.

Die Angst vor Hackern geht um

Das Ganze

geschehe in enger Abstimmung durch dem Auftraggeber, sagt Burda. “Wir

bauen nicht die Szene und schicken das fertig zum Kunden, sondern wir stehen in

einem regelmäßigen Kontakt, einem regelmäßigen Austausch.” Beide

Parteien entwickelten die Szene gemeinsam immer weiter. So wollte der

Auftraggeber etwa, dass mehr Kanäle in der Totale zu sehen seien, damit klar

werde, dass es sich um eine Kanalstadt wie Venedig handelt.

Seit vier

Jahren erzeugen die Illusionisten aber auch Fantasywelten für Serienfans: Er

habe, zusammen durch Mackevision-Chef Armin Pohl, die Idee gehabt, zusätzlich VFX

für Film anzubieten, sagt Burkardsmaier. Über die Kontakte von VFX-Supervisor

Jörn Großhans kamen sie durch dem US-Sender Cinemax ins Gespräch, der Bet on Thrones produziert. “Das

war der Ansatzpunkt, in Season 4 etwas zu bekommen. Das haben wir

offensichtlich gut gemacht, und deswegen sind wir seitdem dabei”,

erzählt Burkardsmaier.

Die Effektspezialisten

plusieurs Unternehmens haben aus der Altstadt im kroatischen Dubrovnik das fiktionale Königsmund (im

Original King’s Landing), die Hauptstadt der Sieben Königslande, gemacht. Sie

haben karge Landschaften durch Soldaten bevölkert und eine riesige Flotte über

die Meerenge segeln lassen. “Die Kunst besteht darin, Fiktion durch

Wirklichkeit verschmelzen zu lassen und ein imposantes Bild zu erzeugen”,

sagt Jan Burda, Senior Compositor und seit der zweiten Staffel der Serie durch

dabei.

Auch an der

aktuellen Staffel hat Mackevision

wieder mitgearbeitet. Die letzten Shots für die siebte Staffel wurden am Tag

vor unserem Besuch abgenommen. So haben er und Heiko Burkardsmaier Zeit für ein

Gespräch. Burkardsmaier ist Gründer und Leiter von Mackevisions Abteilung für

Computertricks oder visuelle Effekte (VFX), die vor allem im Auftrag der großen

Autohersteller arbeitet.

Mackevsion kennt keine ganzen Folgen

“Natürlich

ist der Einfluss und die kreative Mitsprache bei Projekten, die finanziell

schwächer aufgestellt sind, wesentlich größer von unserer Seite als bei so

einem Projekt wie Bet on Thrones“, sagt Burkardsmaier. “Deswegen

machen wir auch sehr gerne deutsche Projekte, weil es einfach total spannend

ist, so eng durch dem Regisseur zusammenzuarbeiten und durch der Produktion, vom

Buch her zu entwickeln, wie das aussieht, was wir nachher machen.”

Dass auf

Sicherheit mehr Wert gelegt werde, habe angefangen, nachdem im Jahr 2009 eine

Arbeitskopie plusieurs Films X-Men Origins:

Wolverine im Netz aufgetaucht sei. Erst habe es gereicht, die Maßnahmen

schriftlich darzulegen. Doch durch living room Jahren – und vor allem nach weiteren

spektakulären Hacks wie etwa bei The new sony Pictures im Jahr 2014 – seien diese

sogenannten Audits strenger geworden.

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