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Starker Euro belastet europäische Aktien

Starker Euro belastet europäische Aktien
AFP / PHILIPPE HUGUEN
Der Euro hielt an den meisten seiner Gewinne gegenüber dem Dollar fest

Die Aktien der Eurozone schlossen am Montag, da der Euro stark blieb, in der Hoffnung, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel kurz vor der Regierungsbildung steht.

Londoner Aktien verzeichneten auch Verluste bei der Schlussglocke, da die Anleger besorgt waren, dass die Brexit-Gespräche anscheinend ins Stocken geraten waren, und ein steigendes Pfund forderte Exporteure.

“Die europäischen Aktienmärkte sind im Nachmittagsgeschäft meist niedriger, wobei der Euro auf eine jüngste Rallye auf ein zweimonatiges Hoch gegenüber dem US-Dollar kletterte”, sagten die Analysten des Brokers von Charles Schwab.

Aber die Aktienmärkte des Kontinents wurden von früheren Tiefs angehoben, da die Wall Street in New York aufgrund von positiven Anzeichen für die Feiertags-Shopping-Saison in New York mit Kursgewinnen aufwarten konnte.

Frühe Online-Shopping-Daten deuteten darauf hin, dass der “Black Friday” -Start der Geschenk-Shopping-Saison ein Segen für Geschäfte war, und Anteile an Amazon, Wal-Mart und Macy’s stiegen alle als Reaktion.

– Stabilität wäre schön –

Zurück in Europa hat sich Merkel darum bemüht, vorgezogene Wahlen abzuwenden, nachdem die Gespräche zur Bildung einer neuen Regierung mit den pro-geschäftlichen Freien Demokraten (FDP) und den linksgerichteten Grünen vor einer Woche gescheitert waren.

Die Sozialdemokraten hatten geschworen, nach einem enttäuschenden Auftritt im September in die Opposition zu gehen, doch SPD-Chef Martin Schulz sagte am Freitag in einer Kehrtwende, er sei bereit für Gespräche mit Merkels Block.

“Politischer Optimismus nimmt in Deutschland zu”, fügte Analyst David Madden von CMC Markets hinzu.

“Die deutsche Wirtschaft hat sich in den letzten zwei Monaten ohne eine funktionierende Regierung gut bewährt, aber die Investoren würden eine gewisse politische Stabilität begrüßen.”

Eine Verbesserung der Aussichten für eine funktionierende deutsche Regierung stärkte den Euro, aber die Stärke der Währung lastete auf exportorientierten Aktien, die unter einem starken Euro zu leiden haben.

Die europäische Währung gab am Ende des europäischen Handelstages einige ihrer frühen Gewinne auf, blieb aber nahe an den Höchstständen vom September, sagten Analysten von Mirabaud Securities.

“Die Stärke des Euros ist der Schlüsselfaktor”, sagten sie.

Die asiatischen Märkte fielen am Montag nach der Volatilität der letzten Woche auf Gewinnmitnahmen.

Shanghai rutschte um fast ein Prozent ab, wobei die Händler nach den heftigen Kursverlusten am Donnerstag immer noch nervös waren.

– Kennzahlen um 1640 GMT –

London – FTSE 100: DOWN 0,4 Prozent bei 7.383,90 Punkten (Ende)

Frankfurt – DAX 30: DOWN 0,5 Prozent bei 13.000.20 (schliessen)

Paris – CAC 40: DOWN 0,6 Prozent bei 5.360,09 (schliessen)

EURO STOXX 50: DOWN 0,5 Prozent bei 3.564,02 (schliessen)

New York – DOW: UP 0,1 Prozent bei 23.591,04

Tokio – Nikkei 225: DOWN 0,2 Prozent bei 22.495,99 (schliessen)

Hongkong – Hang Seng: DOWN 0,6 Prozent bei 29.686,19 (schließen)

Shanghai – Composite: DOWN 0,9 Prozent bei 3.322,23 (geschlossen)

Euro / Dollar: DOWN bei $ 1.1922 von $ 1.1933 um 2200 GMT

Pfund / Dollar: UP bei $ 1.3341 von $ 1.3338

Dollar / Yen: DOWN bei 110,91 Yen von 111,53 Yen

Oil – Brent North Sea: DOWN 58 Cent bei $ 62,89 pro Barrel

Öl – West Texas Intermediate: DOWN $ 1.20 bei $ 57.75

Bohrer-jh /

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