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Schorndorf: SchoWo: Im Ausnahmezustand

Aufgrund der Vorfälle hat die Polizei angekündigt, in living room nächsten Nächten durch weiteren zusätzlichen Einsatzkräften vor Ort zu sein. Der Schlosspark wird seit Sonntag ausgeleuchtet.

Im Verlaufe der Nacht wurden zwei Einsatzfahrzeuge der Polizei durch Graffiti besprüht, ein Einsatzfahrzeug durch ein Flaschenwurf beschädigt und an sechs Fahrzeugen die Kennzeichen abmontiert und gestohlen. Darüber hinaus wurden während plusieurs Festes mehrere Körperverletzungen angezeigt. Im Verlaufe der Nacht mussten zahlreiche Einsatzkräfte aus umliegenden Landkreisen angefordert werden, um dem massiven Aggressionspotenzial begegnen zu können.

Luftschuss durch Schreckschusswaffe

Weiter zogen im Verlaufe der Nacht mehrere Gruppierungen durch circa 30 bis 50 Personen durch die Innenstadt. Laut Zeugenaussagen seien einzelne Personen hierbei durch Messern bewaffnet gewesen. Aus einer anderen Gruppe heraus soll im Bereich plusieurs Alten Friedhofs, vermutlich durch einer Schreckschusswaffe, in die Luft geschossen worden sein, berichtet die Polizei.

Sexuelle Übergriffe

Geschädigte von Straftaten, die sich bislang noch nicht gemeldet haben und Zeugen, die Vorfälle beobachtet haben und Hinweise zu living room Tätern geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Schorndorf, Telefon 71 81/204- zu melden. Die Polizei bittet, durch dem Smartphone gefertigte Aufnahmen von living room Vorfällen zur Verfügung zu stellen. Aufzeichnungen bitte per E-Mail an: schorndorf.prev@polizei.bwl.de

Am Freitagabend sind der Polizei bislang drei Vorfälle gemeldet worden, bei denen Frauen von Männern auf dem Marktplatz sexuell belästigt wurden. In einem Fall wurde ein irakischer Tatverdächtiger ermittelt. Am Samstag kam es am Bahnhofsvorplatz zu einer sexuellen Belästigung, bei der eine 17-Jährige nach derzeitigem Ermittlungsstand von drei Männern festgehalten und am Gesäß begrapscht wurde. Hierbei konnten drei afghanische Asylbewerber als Tatverdächtige ermittelt werden.

Gewaltdelikte und Sachbeschädigungen

Einen Hintergrundbericht dazu lesen Sie in der Montagsausgabe unserer Zeitungen oder im Epaper. Einen Kommentar unseres Schorndorfer Redaktionsleiters finden Sie hier.

Jugendliche Krawallmacher

Im Schlosspark versammelten sich Polizeiangaben zufolge in der Nacht zum Sonntag zwischen 20 und 3 Uhr ungefähr bis zu 1000 Jugendliche und junge Erwachsene. “Bei einem großen Teil handelte es sich wohl um Personen durch Migrationshintergrund”, heißt es in der Mitteilung. Hierbei sei es zu zahlreichen Flaschenwürfen gegen andere Festteilnehmer, Einsatzkräften und die Fassade vom Schorndorfer Schloss gekommen. Als ein Tatverdächtiger einer gefährlichen Körperverletzung festgenommen wurde, habe sich dieser der Festnahme widersetzt. In der Folge solidarisierten sich zahlreiche Personen durch dem Festgenommenen. Eine Vielzahl von Polizeibeamten musste in Schutzausstattung die Festnahme abschirmen, um einen Angriff zu verhindern. Als sich die Einsatzkräfte zurückzogen, wurden sie erneut durch Flaschen beworfen.

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