Bayern und Leipzig sind ausgelost

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DDas Lied der Meisterschaft wurde nach dem Schlusspfiff auf beiden Seiten des Stadions gewählt. Zuerst im Süden, wo die Fans des FC Bayern zu Hause sind. Aber der Sound kam nicht wirklich aus der Kurve, zumindest nicht wie in den letzten Wochen, als die Kraftdemonstrationen auf dem Rasen von entsprechend kräftigem Dröhnen auf der Tribüne begleitet wurden.

Christian Kamp

Diesmal klang es eher wie eine Pflicht, und die Mannschaft schien nicht zu wissen, wie sie sich fühlen und verhalten sollte, wenn sie die Fans begrüßte. Es passte irgendwie zum Spiel, dieses 0: 0, von dem Thomas Müller später mit dem Instinkt für das richtige Spielfeld sagte, dass “viel drin war”, aber auch “nichts drin war”.

Der Gesang aus der anderen Ecke war etwas anders, frech: “Deutscher Meister wird nur die RBL sein!” Es mag eine Weile her sein, dass so kühne Klänge aus der Münchner Arena kamen – zumindest nach einem Spiel waren die Dortmunder auch ehrgeizig und enthusiastisch gereist, bevor sie sich gedämpft und bedient auf die Heimreise machten. Und die Leipziger hatten hier ihre eigenen negativen Erfahrungen gemacht, aber dieses Mal hatte Julian Nagelsmanns Team einen Plan, wie man dieses Spitzenspiel spielt und vielleicht sogar gewinnt.

So blieb alles beim Alten und der Rekordmeister in der Tabelle mit einem Punkt Vorsprung. Es fehlte aber nicht viel und die Grassball-Athleten wären als Eroberer mit fetter Beute nach Leipzig zurückgekehrt. Timo Werner murmelte ein paar Worte der Entschuldigung an seinen Trainer, als er kurz vor dem Ende ersetzt wurde. “Keine Frage, das muss ich tun”, sagte er später über die Gelegenheit in der 63. Minute, als er nach einer Flanke von Christopher Nkunku frei kam. Was sein Amtskollege Manuel Neuer in dieser Situation genau gesehen hatte: “Timo kann es besser machen.”

Werner sagte dann andere interessante Dinge. Er sagte zum Beispiel ganz deutlich, dass die Leipziger angesichts der Führung in der Tabelle, die sie vor Weihnachten erobert hatten, am Ende einige schlechte Ideen gehabt hätten – und das klang nicht nur so, als hätte der Friseur zur falschen Zeit geschnitten, sondern auch , als hätten sie sich bei RB schon früh vorgestellt, wie sich ein Meisterfest anfühlen könnte. “In Ihrem Kopf schwirrt immer etwas”, sagte Nagelsmann. Sie haben es nicht gut verstanden, wie man in den letzten Wochen gesehen hat. “Jetzt”, sagte Werner frech, “sind wir Zweiter, können von hinten angreifen, vielleicht schaffen wir es dann.” Tatsächlich ist es schön, wenn Erfolg Flügel verleiht, aber vielleicht ein bisschen besser, wenn ein anderer eine Weile unter dem Radar fliegt. Marcel Sabitzer sagte auch, die Leipziger fühlen sich am wohlsten.

Auch in München wirkten sie nicht wie eine Mannschaft, die die Fußballwelt aus den Angeln heben will, nicht mit dieser Mischung aus Vorurteilen und Rücksichtslosigkeit, die sich gerne schlecht anfühlt, sondern wie eine Mannschaft, die sich zuerst schützen will. “Wir wollten unbedingt vermeiden, dass wir verlieren, sonst wäre es fast unmöglich gewesen, weiterzumachen”, sagte Sabitzer.

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