Corona Deutschland: Forscher für diesen Auftrag beim Abbau der Maßnahmen

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Deutschland Strategieansatz für Deutschland

Forscher empfehlen diese Reihenfolge beim Abbau der Koronamaßnahmen

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“Es gibt noch keinen Grund, Entwarnung zu geben”

Bayern befindet sich noch im Corona-Modus, aber “der Trend ist positiv”, sagte Ministerpräsident Markus Söder. Es gibt jedoch noch keinen Grund, Entwarnung zu geben. Hier sehen Sie einen Auszug aus der Pressekonferenz.

Eine Forschungsgruppe hat eine schrittweise Lockerung der Beschränkungen in der Koronakrise befürwortet. Ihr Ausstiegsplan soll die Bevölkerung schützen – und gleichzeitig die Wirtschaft ankurbeln.

E.Eine Gruppe renommierter Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen plädiert dafür, die durch die Koronapandemie eingeführten Beschränkungen schrittweise aufzuheben. Diese müssten differenziert und schrittweise gelockert werden, während die Risiken kontinuierlich abgewogen würden, so die Forscher unter der Leitung von Ifo-Präsident Clemens Fuest und Martin Lohse, Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturwissenschaftler und Ärzte.

Vorrang sollten Beschränkungen haben, die hohe wirtschaftliche Kosten verursachen oder zu starken sozialen und gesundheitlichen Problemen führen, so der am Freitag veröffentlichte Vorschlag der 14 Experten deutscher Universitäten und Forschungsinstitute.

Regionen mit niedrigen Infektionsraten und freien Kapazitäten im Gesundheitswesen könnten den Weg weisen. Sektoren mit einem geringen Infektionsrisiko wie hochautomatisierte Fabriken und Gebiete mit weniger gefährdeten Personen wie Schulen und Universitäten sollten ebenfalls beginnen.

In ihren Überlegungen gehen die Forscher davon aus, dass es nicht realistisch ist, dass eine wirksame Impfung vor 2021 auf dem Markt sein wird.

Das Ziel: natürliche Immunität

“Die derzeitigen Beschränkungen sind sinnvoll und wirken sich allmählich aus”, sagte Lohse. Neben hohen wirtschaftlichen und sozialen Kosten hätten sie jedoch auch schwerwiegende medizinische Folgen, beispielsweise für Patienten mit anderen schwerwiegenden Krankheiten. “Da wir damit rechnen müssen, dass die Pandemie uns viele Monate lang beschäftigt und letztendlich nur unser Immunsystem uns schützen kann, brauchen wir eine flexible, risikobasierte Strategie – eine allgemeine Abschaltung ist keine langfristige Lösung. “betonte Lohse.

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26.03.2020, Italien, Pavia: Ein Arzt arbeitet auf der Intensivstation Covid 19 des Krankenhauses San Matteo. Foto: Claudio Furlan / LaPresse / AP / dpa +++ dpa-Bildfunk +++ |

Wucher in der Koronakrise

In der Arbeit der Forscher heißt es, dass eine rasche Ausbreitung des Erregers weitgehend verhindert werden sollte, “damit die natürliche Immunität in der Bevölkerung langsam zunimmt”. Eingriffe in die Grundrechte sollten auf das beschränkt werden, was nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit notwendig und angemessen ist.

Niedrigere Kosten für die Wirtschaft

“Gesundheit und eine stabile Wirtschaft schließen sich keineswegs aus”, sagte Ifo-Chef Fuest. Vielmehr bedingen sich die beiden gegenseitig: “So wie eine positive wirtschaftliche Entwicklung mit der unkontrollierten Ausbreitung des Virus nicht möglich ist, kann die Leistung unseres Gesundheitssystems ohne eine funktionierende Wirtschaft nicht aufrechterhalten werden.”

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Die Kosten für den Verlust der Wertschöpfung würden bei einer einmonatigen Stilllegung zwischen 4,3 und 7,5 Prozent des BIP (ca. 150 bis 260 Milliarden Euro) liegen. Bei einer Verlängerung würden sich die Kosten überproportional erhöhen.

Tests haben Priorität

Umfangreiche Tests sind jetzt wichtig, um zuverlässigere Informationen über die Ausbreitung des Erregers zu erhalten, schreiben die Wissenschaftler aus den Bereichen Innere Medizin, Infektionsforschung, Pharmakologie, Epidemiologie, Ökonomie, Verfassungsrecht, Psychologie und Ethik. Die Herstellung von Schutzkleidung, Schutzmasken, Medikamenten und künftigen Impfstoffen ist ebenfalls eine der vorrangigen Maßnahmen.

Zu den Autoren des Papiers gehören neben Ärzten und Ökonomen auch Sozialpsychologen und Anwälte.

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