Corona und Pflege: Wenn die Krankenschwester plötzlich weg ist – Wirtschaft

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Die Koronakrise ist für viele Arbeitnehmer ein Problem. Sie müssen sich jetzt selbst um kranke Verwandte kümmern. Dies ist jedoch gesetzlich begrenzt. Worauf die Leute achten sollten – ein Überblick.

Die Koronakrise betrifft insbesondere pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen. Ältere Menschen haben ein höheres Risiko als jüngere Menschen, Covid19 zu entwickeln, und benötigen besonderen Schutz. Aufgrund des Koronavirus akzeptieren einige Pflegeheime jedoch keine Menschen mehr, haben geschlossene Kindertagesstätten und Pflegepersonal aus Osteuropa zieht es aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen und Bedenken hinsichtlich der eigenen Familie vor, zu Hause zu bleiben. In diesem Land stehen jedoch viele Arbeitnehmer vor einem großen Problem. Sie müssen sich selbst um ihre Verwandten kümmern. Die wichtigsten Fragen und Antworten in der Zeit von Corona.

Was passiert, wenn Sie sich plötzlich um einen Verwandten kümmern müssen, weil die polnische Pflegekraft versagt?

Wenn es sich um eine akute und kurzfristige Abwesenheit von der Arbeit handelt, können sich die Mitarbeiter bis zu zehn Arbeitstage von der Arbeit fernhalten. Dies ist im PflegeZG geregelt. Während dieser Zeit müssen sie eine bedarfsgerechte Pflege organisieren oder die Pflege sicherstellen.

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Benötigen Sie einen Beweis dafür?

Das Bundesministerium für Familienangelegenheiten weist darauf hin, dass in diesen Fällen ein Pflegebedarf von mindestens Stufe 1 bestehen muss. Der Arbeitgeber kann vom Arbeitnehmer die Vorlage eines ärztlichen Attests über die Langzeitpflege verlangen.

Wird das Gehalt in den zehn Tagen weiter ausgezahlt?

Eine weitere Lohnzahlung ist nur möglich, wenn dies im Arbeitsvertrag oder als Ergänzung dazu vereinbart wurde, erläutern die Verbraucherberatungsstellen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die einige Informationen zu diesem Thema für das Netzwerk von zusammengestellt haben Verbraucherberatungsstellen in Deutschland.

Sind Sie finanziell nicht abgesichert?

Aber. Wenn der Arbeitgeber das Gehalt während dieser Zeit nicht weiter zahlt, zahlt die Pflegeversicherung eine Pflegezulage für die Kurzzeitarbeitsprävention. Sie beläuft sich auf 90 Prozent des verlorenen Nettolohns und wird nach den für die Berechnung des Kinderkrankheitsgeldes geltenden Vorschriften berechnet (§ 45 Abs. 2 Abs. 3 bis 5 SGB V). Die Verbraucherberatungsstellen empfehlen, dass Sie das Pflegegeld so bald wie möglich bei der Pflegekasse der pflegebedürftigen Angehörigen beantragen.

Gibt es im akuten Fall andere Möglichkeiten?

Ja, viele Mitarbeiter können von zu Hause aus arbeiten, wie die Corona-Krise zeigt. Für Pflegekräfte kann dies eine gute Möglichkeit sein, Arbeit und Pflege zumindest kurzfristig zu kombinieren. Es besteht jedoch kein gesetzliches Recht, im Home Office zu arbeiten, es sei denn, dies ist im Arbeits- oder Tarifvertrag oder in einem Unternehmensvertrag festgelegt.

Was bedeutet Vorsorge in solchen Fällen?

Wenn Freunde oder Nachbarn einspringen und einen Mitarbeiter bei der Betreuung eines Verwandten während seiner Arbeit unterstützen, können bei der Pflegeversicherung, den Verbraucherberatungsstellen, Vorsorgedienste in Anspruch genommen werden.

Wie hoch ist dieser Vorteil?

Für pflegebedürftige Personen ab Stufe 2 deckt die Pflegeversicherung die Kosten für die Vorsorge zu Hause für bis zu sechs Wochen pro Kalenderjahr bis zu einem Höchstbetrag von 1612 EUR, so die Verbraucherberatungsstellen. Wenn keine Mittel für die Kurzzeitpflege verwendet würden, könnte der Betrag auf 2418 EUR erhöht werden. Voraussetzung ist, dass die Pflegekraft den Patienten sechs Monate lang in ihrer häuslichen Umgebung betreut.

Was ist, wenn Sie kurzfristig keine Lösung finden?

Dann können Sie nach dem Pflegezeitgesetz bis zu sechs Monate ganz oder teilweise aus dem Job aussteigen. Oder Sie können Ihre Arbeitszeit gemäß dem Family Care Leave Act (FPfZG) auf mindestens 15 Stunden pro Woche reduzieren – Sie können dies für bis zu 24 Monate tun.

Bekommst du noch ein Gehalt?

Nein. Nach dem Family Care Leave Act haben Arbeitnehmer Anspruch auf ein zinsloses Darlehen des Staates.

Gibt es andere Hilfsmittel für Arbeitnehmer, die plötzlich auf ihre Eltern aufpassen müssen?

Daniel Schlör, Vorstandsvorsitzender der Vereinigung für häusliche Pflege und Pflege (VHBP), fordert eine Entschädigung für Personen, die vorübergehend die Arbeitszeit verkürzen müssen – “wie dies bei Eltern von pflegebedürftigen Kindern der Fall ist”. Eltern von pflegebedürftigen Kindern erhalten 67 Prozent ihres Nettoeinkommens, maximal sechs Euro pro Monat für maximal sechs Wochen.

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die Pflegedienste aus?

Die Pflegedienste sind gesetzlich verpflichtet, die Empfänger von Pflegegeldern in regelmäßigen Abständen zu informieren und zu prüfen, ob die häusliche Pflege garantiert ist. Das Bundesministerium für Gesundheit und Pflege hat am 20. März jedoch vereinbart, diese Pflichtbesuche auszusetzen. Auf Wunsch sind weiterhin telefonische, digitale oder Video-Konsultationen möglich.

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