Corona-Virus in New York: Die Party ist vorbei

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    Die Wall Street in New York ist fast menschenleer.
    Bild: AP

    Obwohl das Virus bereits in New York war, tanzten die Leute immer noch, viele Juden feierten immer noch Purim. Es braucht Rache. Die Stadt ist geschlossen. Aber woher bekommen die Kinder der Armen Essen, wenn die Schulen geschlossen sind?

    E.s ist eines der üppigsten Feste im Judentum: Die Juden gedenken Purim als Befreiung vom Terror des persischen Regierungsbeamten Haman. Jedes Jahr Anfang März verkleiden sich Zehntausende in New York und feiern Purim-Partys. Auch dort, wo die orthodoxen Juden leben, in Williamsburg und im Boro Park in Brooklyn, laufen verkleidete Kinder und stark beschwipste junge Männer durch die Gegend. Im Chassidim kann man sich selten betrinken, und das Kostümfest wird in vollen Zügen genossen. Viele orthodoxe Männer tanzen bis spät in die Nacht in den sonst ruhigen Straßen.

    Aber dieses Jahr fühlte sich Ruchie Freier unwohl, als Purim näher kam. Sie fragte die Rabbiner, ob besondere Vorsichtsmaßnahmen zu treffen seien. Purim fiel am Montag, dem 9. März. Das Koronavirus war längst in der Stadt angekommen, es gab über hundert bestätigte Fälle im Staat. Aber nebenan, in den anderen Teilen von Williamsburg, drückten sich die Leute immer wieder in die engen Bars und gingen in die Clubs, um zu tanzen. Freier bekam widersprüchliche Antworten – und am Ende ließen einige Familien ihre Kinder feiern, andere nicht. “Wir hätten viel mehr tun können, wenn wir früher klare Ankündigungen erhalten hätten”, sagt Freier.

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