Octav Botnar: Nazi-Gegner, Auto-Milliardär, Steuerflüchtling

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    E.Eine Smartphone-App soll helfen, bald einen Ausweg aus der Corona-Krise zu finden. Wissenschaftler aus ganz Europa haben sich zusammengetan, um den Grundstein für eine Softwareanwendung zu legen, mit der die Infektionsketten schneller verfolgt und das Infektionsrisiko drastisch reduziert werden können.

    Sebastian Balzter

    Sebastian Balzter

    Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

    Deutschland tut, wofür es bekannt ist: das Robert-Koch-Institut, der Leibniz-Verein, verschiedene Fraunhofer-Institute und technische Universitäten.

    Aber wer trägt die Kosten für das Projekt, das sich den sperrigen Namen “Pan-European Privacy-Preserving Proximity Tracing Initiative” gegeben hat? Der wichtigste Spender ist eine Stiftung mit Sitz in Basel, hinter der das abenteuerliche Leben eines außergewöhnlichen Geschäftsmannes steht.

    Octave Botnar, 1913 in der Stadt Tscherniwtsi in der Bukowina geboren, die zu dieser Zeit noch Teil des Österreichisch-Ungarischen Reiches war, wurde nach dem Ersten Weltkrieg nach Rumänien aufgenommen und ist heute Ukrainer zweite Hälfte seines Lebens. Als einziger Importeur der japanischen Automarke Datsun wurde er Milliardär, geriet in Konflikt mit den Steuerbehörden und ging daher auch in die Schweiz.

    Er wurde jahrelang in Haft gehalten

    Als junger Mann neigte Botnar, der Nachkomme einer jüdischen Familie, eher zum Sozialismus als zum Kapitalismus. Er war wegen seines politischen Engagements jahrelang inhaftiert, zog später nach Frankreich und schloss sich dem Widerstand gegen die deutschen Besatzungsmächte im Zweiten Weltkrieg an, wurde in Kriegsgefangenschaft genommen und floh in seine Heimat, wo er 1951 seine Frau Marcela heiratete. und dann frustriert von der real existierenden Planwirtschaft, um ein neues Leben in Großbritannien aufzubauen.

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