Olympia 2020: Coronavirus ist “das größte Risiko” für Tokio

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Sport Olympia 2020

Corona-Virus ist “das größte Risiko” für Tokio

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Coronavirus – Dieser Experte erklärt, wer einem besonderen Risiko ausgesetzt ist

Der Ausbruch des Koronavirus wirkt sich zunehmend auf den Sport aus. Umzüge und Absagen häufen sich. Und DOSB-Chef Alfons Hörmann warnt vor den Olympischen Spielen 2020.

FFür DOSB-Präsident Alfons Hörmann ist die neue Art des Koronavirus „das größte Risiko“ auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Tokio (24. Juli bis 9. August). “Das ist ein ernstes Problem, denn es gibt keinen Bereich im Leben, der mehr vom internationalen Austausch lebt als der Sport”, sagte Hörmann am Montag am Rande des Neujahrsempfangs des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) im Frankfurter Römer.

Hörmann hofft und vertraut darauf, “dass im internationalen Sport und in den betroffenen Ländern alles getan wird”, um eine Lösung zu finden. Der 59-Jährige schöpft Mut aus der Geschichte: “Schon vor den Spielen in Rio gab es eine ähnliche Konstellation, damals war es möglich, die Probleme zu lösen.” Die Sorge um das Zika-Virus überschattete die Vorbereitungen für die Sommerspiele 2016 in Brasilien.

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Das Koronavirus trat erstmals in China auf, wo die offizielle Zahl der Todesopfer inzwischen auf 81 gestiegen ist. Bundesweit seien 2744 Menschen infiziert, teilte die Regierung mit. Es gibt auch rund 6000 Verdachtsfälle.

Umzüge und Absagen aufgrund des Virus

Der Spread führte am Montag zu einem weiteren Wechsel im internationalen Sport. Der Weltbasketballverband Fiba gab bekannt, dass das in Foshan, China, geplante olympische Qualifikationsturnier der Frauen nun in Belgrad stattfinden wird.

“Nachdem die Fiba die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Koronavirus sorgfältig analysiert hatte, entschied das Exekutivkomitee, das Turnier zu verschieben”, heißt es in der Erklärung. Vom 6. bis 9. Februar finden in Belgrad zwei von vier Turnieren statt, die anderen beiden finden in Bourges (Frankreich) und Ostende (Belgien) statt.

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Der Leichtathletik-Weltverband befasst sich vom 13. bis 15. März in Nanjing (China) mit dem Virus vor der Hallen-Weltmeisterschaft. Der Verband verfolge die “Situation genau und stehe in engem Kontakt mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO)”, hieß es in einer Mitteilung an das Fachmagazin “Athletics Weekly”. Sollte sich “einer der Ratschläge der WHO auf Pläne” für Nanjing auswirken, würden alle Mitgliedsverbände “sofort” informiert.

Das für Anfang Februar geplante olympische Qualifikationsturnier im Frauenfußball war bereits von Nanjing nach Sydney verlegt worden. Die asiatischen Hallenmeisterschaften für Sportler in Hangzhou (12./13. Februar) wurden ebenso wie der Hongkong-Marathon (9. Februar) komplett abgesagt. Es gab auch Umzüge im Tennis und Boxen.

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dpatopbilder - 24.01.2020, China, Peking: Ein Mitarbeiter im Schutzanzug weist einen Passagier in einer U-Bahn-Station an. Im Kampf gegen die Krankheit hat China gestern, kurz vor dem chinesischen Neujahr, rund 20 Millionen Menschen praktisch unter Quarantäne gestellt. Die Behörden sperrten die 11-Millionen-Metropole Wuhan ab, in der sich die meisten Fälle ereigneten. Foto: Mark Schiefelbein / AP / dpa +++ dpa-Bildfunk +++ |

Die chinesischen Behörden versuchen nun, die Ausbreitung des Virus durch drastische Reisebeschränkungen zu stoppen. Neben der Metropole Wuhan, von der die Krankheitswelle ausging, befindet sich praktisch die gesamte zentralchinesische Provinz Hubei in Quarantäne, von der rund 56 Millionen Menschen betroffen sind. Mehrere große Städte, darunter Peking und Shanghai, stellten den Überlandbusverkehr ebenfalls ein. Die Mongolei hat am Montag angekündigt, ihre Grenzen zu China zu schließen.

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