Senfbällchen mit Gurkensalsa (Tageszeitung Young World)

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Roswitha, meine Reiseleiterin, kommt zu mir – blass wie eine Leiche. “Was ist los?” Ich frage. “Nichts. Ich war mit der Katzenfrau zusammen”, antwortet sie geistesabwesend. Die Katzenfrau ist, wie man so sagt, eine alte Freundin aus der östlichen Zeit und mittlerweile eine Art Guru für junge Menschen aus aller Welt, die Orientierung suchen. “Lassen Sie mich raten”, sage ich, “das Ende der Welt ist nahe, das Coronavirus ist der Pionier des Antichristen, und bald werden wir alle einen Überwachungschip mit der Nummer des Tieres auf die Stirn bekommen. Wer sich weigert, muss sterben. “-” So ähnlich. “-” Rossi, sobald du zur Arbeit gehst, wirst du verrückt. „Ich mache mir Sorgen um die Freundin.” Ja! “Es wird plötzlich laut.„ Ich sollte überhaupt nicht hier sein. Ich hätte die Katzenfrau nicht treffen dürfen. Du darfst nicht reisen, du kannst. ” t demonstriere und bald kannst du nicht mehr nach draußen gehen. Maxi, merkst du nichts ?! “

Aber. Ich merke, dass ich heute nichts gegessen habe. Was mich mehr ärgert als der Antichrist und seine Viren, ist nicht herauszufinden, wo und wie ich dieses “direkte Stipendium für Selbstständige” beantragen kann. Ich entdecke Eier unbekannter Legedaten in meinem Kühlschrank, aber Gurken sind definitiv antiseptisch:

Eine Schalotte für die Gurkensalsa schälen und fein würfeln. Vier eingelegte Gurken würfeln. Mischen Sie beide mit einem Esslöffel Speiseöl. Kochen Sie sechs Eier siebeneinhalb Minuten lang. Für die Senfsauce drei Teelöffel mittelheiße und einen Teelöffel Senf, 100 g fettarmen Frischkäse und vier Esslöffel Gurkenbrühe mit einem Stabmixer aus dem Glas schlagen, mit Salz und Pfeffer würzen. Zupfen Sie vier Blätter Römersalat in kleine Stücke. Vier große Scheiben Vollkornbrot mit Butter bestreichen. Erschrecken Sie die Eier kalt, schälen Sie sie, schneiden Sie sie in Scheiben und belegen Sie sie mit Brot. Die Gurkensalsa, den Salat und die Senfsauce auf dem Brot verteilen. Mit zwei Esslöffeln gerösteten Zwiebeln und etwas Paprika bestreuen.

Beim Abendessen kommen wir auf Ideen: “Wenn jetzt in Europa der Dritte Weltkrieg ausbricht und ich Ihre Katzenfrau so verstehe, müssen die Menschen fliehen, nicht wahr?” Rossi nickt. “Und Flüchtlinge dürfen nicht auf sich allein gestellt sein, oder?” – “Hm?” – “Nun, ich meine, wir werden nur Führer für Flüchtlinge aus dem Dritten Weltkrieg.” – “Du meinst Schmuggler?” Fragte Roswitha stirnrunzelnd. – »Ähm, ja, wenn du magst. Aber gute. Also diejenigen, die es gut meinen. Also für Geld, aber nicht so viel. Aber wir nehmen nur Schweizer Franken, klar? “-” Sicher. «-» Achtung, so stelle ich es mir vor, zielgruppenspezifisch. Für die Jugendlichen posten wir: ›Das gefällt dir: Angst! Uns gefällt das: Hilfe! Sichern Sie sich Ihr Ticket nach Peru. Genug Gras an Bord. ‹« – »Und die alten?« – »Wir machen Werbung für die sehr alten:› Zeit für einen geordneten Rückzug in unsere deutschen Kolonien: Togo, Kamerun, Bismarck-Archipel. Genug Toilettenpapier garantiert. <" - "Ah ja. Und die grüne Mittelklasse? "-" Ich weiß schon! ›Alleinreise ins Baskenland. Faire Migration mit Rohmilchkäse und Bio-Rotwein. ‹« - »Maxi?« - »Ja?« - »Wenn du nicht arbeitest, wirst du verrückt.«

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