Tawhida Ben Cheikh, Pionier der Medizin, von Tunesien geehrt

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Es gibt einzigartige Schicksale. Das von Tawhida Ben Cheikh ist einer von ihnen. Es dauerte zehn Jahre nach ihrem Tod im Jahr 2010, als Tunesien mit 101 Jahren einer seiner berühmtesten Frauen, der ersten Ärztin, Kinderärztin, Gynäkologin und Feministin in der arabischen Welt, Tribut zollte.

Im Jahr 2014 tat es dem nach ihm benannten Verein leid “Niemand, weder der Staat noch die verschiedenen medizinischen Fakultäten Tunesiens [n’aient] dachte daran, in seinem Namen sogar ein Amphitheater oder einen Pavillon ihrer Räumlichkeiten zu taufen. “ Das Böse wird repariert. Die Zentralbank von Tunesien (BCT) hat an diesem Freitag, dem 27. März, eine Zehn-Dinar-Note (ca. 3 €) mit dem Bild von Tawhida Ben Cheikh in Umlauf gebracht, die als erste eine Frau darstellt.

Diese Anerkennung ist auch eine Hommage an alle Betreuer in Zeiten der Gesundheitskrise, als ob die außergewöhnliche Reiseroute dieses Pioniers an sich nicht ausreichen würde. Die Illustration von Berberkeramik und Schmuck auf der Rückseite der Notiz soll laut BCT eine Hommage an die Handwerkerin sein.

Ausgrabung von Domänen, die Männern vorbehalten sind

Zu Beginn des XXe Jahrhundert räumte der junge Tawhida Ben Cheikh die für Männer reservierten Bereiche ab. Die Nichte von Tahar Ben Ammar, 1956 Unabhängigkeitsverhandlerin, ist die erste. Erste junge Frau, die 1928 das Abitur erhielt. Dann, noch außergewöhnlicher, die erste Studentin, die nach Paris ging, um Medizin zu studieren. Ohne Vater musste ihre Mutter hart mit der väterlichen Familie kämpfen, um die Erlaubnis zu erhalten, für ihre Tochter zu reisen und zu studieren, eine brillante Studentin, die der französische Arzt – und zukünftige Direktor des Pasteur-Instituts in Tunis – Étienne Burnet dann nahm unter seine Fittiche.

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Mit 27 Jahren war sie 1936 noch die erste Frau, die sich als Ärztin, Kinderärztin und dann als Gynäkologin niederließ. In Tunesien unter Protektorat stehen ihm die Türen des Krankenhauses nicht offen. Sie musste bis 1955 warten, um die Entbindungsabteilung des Charles-Nicolle-Krankenhauses in Tunis zu leiten. 1959 war sie noch die erste Frau, die im Rat des College of Physicians saß.

Feministische Aktivistin

Ihr Weg der Landräumung ist untrennbar mit ihren feministischen und humanitären Kämpfen verbunden. Als Vizepräsidentin des tunesischen Roten Halbmonds trägt sie zur Gründung mehrerer Vereinigungen bei, die Waisen helfen, Kinder betreuen oder Mütter erziehen. Sie setzt sich gleichermaßen für den Zugang zu Verhütung und Abtreibung ein (1973 in Tunesien legalisiert), gründete den ersten Familienplanungsdienst für Krankenhäuser und beteiligte sich an der Gründung der Hebammenschule.

Nach ihrer Rückkehr nach Tunesien im Jahr 1936 leitete sie das neue Magazin Leila, welches als angezeigt wird “Eine illustrierte Monatszeitschrift zur Entwicklung und Emanzipation nordafrikanischer muslimischer Frauen”. In Frankreich, in Montreuil, wurde ihm ein Jahr nach seinem Tod auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Dominique Voynet mit der Eröffnung des Gesundheitszentrums Tawhida Ben Cheikh ein erster Tribut gezollt. .

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